Bilder bearbeiten – die 10 besten Tipps

Horizont ausgleichen / richtig hindrehen

Mit jedem Bildbearbeitungsprogramm ist es möglich, ein Bild zu drehen. Oft ist es notwendig, ein Bild um ein paar Grad drehung zu korrigieren, wenn der Horizont nicht 100% gerade verläuft. Aus der Hand geschossen ist es schwierig da eine minimale Neigung zu vermeiden. Wobei es bei jeder Art von Motiv vorteilhaft sein kann, das Bild durch Drehung zu optimieren. Bei Fotos mit Horizont ist es nur am offensichtlichsten.

Bild beschneiden

Wenn auf dem Bild ein Randobjekt ist, das nicht zum Motiv passt bzw ein Objekt aus Versehen ein wenig ins Bild hereinragt, dann kann man das Bild einfach beschneiden. Wichtig ist, dass das Format insgesamt schön bleibt, am besten proportional zur vorherigen Größe beschneiden. Und darauf achten dass die Bildaufteilung schön bleibt, z.B. im goldenen Schnitt.

Farbstich korrigieren

Wenn das Bild insgesamt zu kalt oder zu warm ist – z.B. einen Blau- oder Orange-Stich hat, der ungewollt ist, empfiehlt sich z.B. das Werkzeug „Farbbalance“ (Photoshop) oder ein ähnliches. Je nach Programm können die Tool unterschiedlich heißen. Damit kann der Farbstich insgesamt reduziert werden und die Farbbalance in richtig wärmer oder kälter geregelt werden, je nach dem, welches Problem vorliegt.

Farben selektiv korrigieren

Auch einzelne Farben können mit Programmen korrigiert werden. Diese Bearbeitungsmöglichkeit ist oft hilfreich und kann sehr schöne Ergebnisse liefern. Es können also z.B. alle Rottöne intensiviert werden oder alle Blautöne „geklärt“ werden. Wenn man z.B. bei Blautönen gelb herausregelt, wird das Blau klarer und reiner – wenn man Rot bzw Magenta aus dem Blau regelt, wird das Blau zu leuchtendem Cyan. Da kann man einfach per Bildvorschau experimentieren bis man zufriedenstellende Farbergebnisse erhält.

Kontrast erhöhen

Eine einfache Möglichkeit Bilder „knackiger“ und kontrastreicher wirken zu lassen, ist natürlich den Kontrast zu erhöhen. Oft ist eine leichte Regelung ausreichend, wobei es natürlich auf das Ausgangsbild ankommt. Der „Kontraste“-Regler kann bei zu starker Regelung hellle Flächen ins völlig weiße ausbrechen lassen und dunkle zu sehr schwärzen. Dadurch können Bilder leicht zerstört werden. Lieber also mit Vorsicht anwenden.

Tiefen / Lichter

Das Tool „Tiefen/Lichter“ bzw „Schatten/Lichter“ oder ähnliches ist ein besonders guter Tipp zur Regelung von Helligkeitswerten. Auch hier ist der Name je nach Programm sicherlich verschieden. Dabei lassen sich helle Flächen verdunklen. Sehr helle Wolken/Himmelsflächen können so farbintensiver werden und mehr Zeichnung erhalten. Dunkle Bildflächen können mit dem „Tiefen“- oder „Schatten“-Regler aufgehellt werden. Insgesamt ergibt sich so mit Leichtigkeit oft ein wesentlich besseres Bild, gerade bei Landschaftaufnahmen. Der Effekt ähnelt dann einem HDR-Bild.

Schärfen

Der gängigste Weg ein Bild etwas nachzuschärfen, ist es unscharf zu maskieren. Das „unscharf maskieren“-Tool ist ebenfalls Standard bei Bearbeitungsprogrammen. Auch hier gibt es Regler, mit denen man in der Vorschau experimentieren kann, bis das Ergebnis optimal ist. Aber Vorsicht: Ein zu stark unscharfes Bild kann damit natürlich auch nicht gerettet werden. Das funktioniert nur in Hollywood-Filmen. Das Tool bietet 3 Regler: Der Radius ist je nach Bildgröße normalerweise zwischen 0,5 und 2 Pixeln optimal. Die Stärke ist meist bei 50-100% zu empfehlen und der Schwellenwert eher im niedrigen Bereich. Oft bleibt er auch am besten bei 0. Hier heißt es wie immer je nach Bild ausprobieren.

Ränder unscharf machen / Selektive Schärfe

Wenn man ein einzelnes Objekt als zentralen Bildpunkt hat, ist es oft schön, wenn der Rest des Bildes bzw. der Hintergrund unscharf wird. Ein Scharf-Unscharf-Kontrast macht das Bild spannender. Mit guten Kameras kann man das natürlich schon beim Fotografieren erzielen – das wäre optimal. Wenn die Schärfe im Bild aber durchgehend gleich ist, kann der Effekt mit einem Weichzeichner-Werkzeug nachträglich zugefügt werden. Dabei wählt man also das Weichzeichner-Werkzeug des Programms und eine möglichst große Pinselgröße, damit man größflächig arbeiten kann und des Effekt gleichmäßig wird. Natürlich hängt die Pinselgröße aber von der Größe der Hintergrundfläche ab.

Störer wegstempeln

Störer können Hautunebenheiten bei Portraits aber auch alle möglichen Schmutzflecken auf jeder Art von Motiv sein. Wenn also irgendwo ein unschöner und ungewollter Fleck ist, kommt ein Stempelwerkzeug zum Einsatz. Damit wird eine umliegende „saubere“ Bildstelle kopiert und auf den Störer gesetzt. Schon ist er verschwunden.

Rote Augen korrigieren

Den klassischen roten Blitzpunkt im Auge kann man wie folgt leicht entfernen: Mit einem Auswahlwerkzeug den roten Punkt erfassen und dann mit einem Farbregler Rot heraus nehmen oder den Puntk komplett entsättigen. Die Tool wären z.B. „Farbton/Sättigung“ oder „Farbbalance“ oder ähnlich benannt.